ITA-Mitglied werden

1. Was ist die ITA?

Die ITA (IT Automotive Service Partner e.V.) wurde im Jahr 2000 mit dem Ziel gegründet, den Informationsfluss zwischen den Automobilherstellern und -zulieferern auf der einen und den ICT-Unternehmen auf der anderen Seite zu verbessern. Das Augenmerk liegt dabei auf der Unterstützung entlang der gesamten automobilen Wertschöpfungskette. Heute sind bereits mehr als 50 namhafte Dienstleistungsunternehmen mit verschiedenen Kernkompetenzen in der ITA organisiert.
Die ITA-Mitglieder kennen die Geschäftsprozesse der Automobilindustrie im Detail und unterstützen erfolgreich nationale und internationale Geschäftsaktivitäten. Die Automobilindustrie profitiert neben dem Branchen-Know-how und den Erfahrungen in den lokalen Märkten von exzellenter IT-Kompetenz und Innovationen, die moderne und effziente Prozesse ermöglichen. Dabei fokussiert die ITA auf die Kooperation der Mitglieder, um der Branche Synergien aus verschiedenen, marktbewährten Lösungen und Ansätzen aufzuzeigen – das Ganze ist mehr als die Summe der Teile.
In den ITA-Initiativen arbeiten ICT-Fachleute und Automotive-Experten zusammen, um Herauforderungens der Branche in neue, wegweisende Lösungen mit konkreten Ergebnissen zu führen. Dies ermöglicht, dass Know-how und Kompetenz übertragen, nationale, europäische und globale Interessen mitgestaltet und ICT-gestützte Prozesse der Automobilindustrie transparenter, effektiver und effizienter gestaltet werden können. Die ITA wirkt in nationalen und internationalen Gremien und Arbeitsgruppen (VDA, ODETTE, AIAG, AKJ u.a.) mit und unterhält Kooperationen mit diversen Organisationen (z.B. ESOCENET, ACP-SPACE, GfO).
Der jährlich stattfindende ITA-Kongress bildet eine Plattform für einen Austausch zwischen Experten der Automobilindustrie zur Diskussion der neuesten Entwicklungen und Trends. Darüber hinaus organisiert die ITA gemeinsam mit der Automobilindustrie quartalsweise einen ITA-Themenabend.

2. Warum ist eine Mitgliedschaft interessant und welchen Nutzen haben die Mitglieder?

Ein wesentliches Element der ITA ist die kontinuierliche Kooperation unterschiedlichster Unternehmen in den Kompetenzgruppen, die sich aus führenden Forschungsinstituten und Unternehmen mit bewährten Lösungen zusammensetzen. Die Bündelung des vorhandenen Know-hows und der Erfahrungsaustausch liefern wertvolle Hinweise über Zukunftsthemen der Branche, setzen aber auch technologische Trends für die Mitgliedsunternehmen, die erst aus der Kooperation mit anderen erkannt werden. Die Praxisnähe ist durch Patronanz und Mitarbeit der OEM’s gewährleistet.
Die ständige Vergrößerung der Mitgliederschaft sichert die Breite, Marktnähe und die Aktualität der in den unterschiedlichen Gremien bearbeiteten Themen. Dies ist essentiell für den Erfolg der Initiativen. Für die Mitglieder eröffnen sich Chancen durch die Erweiterung des eigenen Netzwerks und sie profitieren so vom Know-how und den Kontakten der gesamten Organisation und deren Partnern. Neue Geschäftsmodelle und Leistungsangebote können durch die Konzentration der Kompetenzen unterschiedlicher Unternehmen entwickelt und dem Markt verfügbar gemacht werden.
Ein weiterer Anreiz für ITA–Mitglieder ist die Möglichkeit in Projekten, Competence Areas und Workshops mit den für die unterschiedlichen Themen verantwortlichen Mitarbeitern von OEM’s und Automobilzulieferern auch unternehmensübergreifend zusammenzuarbeiten.
Anhaltender Erfolg in einem dynamischen Marktumfeld lässt sich nur durch ständige Innovation und hochwertige Produkte und Dienstleistungen sichern. Es geht um Schnelligkeit und Teamplay zur Erreichung des größtmöglichen Erfolgs und vor allem die wichtigsten Anforderungen der Automobilindustrie kennenzulernen bzw. diese durch innovative Ideen, Prozesse und Produkte zu bereichern.

3. Wie arbeiten die Mitglieder zusammen?

Die ITA erweitert ständig das Angebot an Workshops, Konferenzen, Themenabenden oder Symposien als Networking-Plattform für die gesamte Automobilindustrie.
Im Fokus stehen der Informationsaustausch und die gemeinsame Erarbeitung richtungsweisender und umfassender Konzepte zu aktuellen und zukünftigen Aufgabenstellungen der Automobilindustrie. Jährlich findet ein Innovations-Workshop statt, in dem Trends und Technologien diskutiert und ggf. auf diesen Erkenntnissen neue Initiativen aufgesetzt werden. Gemeinschaftlich umgesetzte cross-funktionale Projekte zu spezifischen Aufgabenstellungen sind nur eine der möglichen Kooperationsformen innerhalb der ITA.
Die ITA fördert durch die geschaffene Plattform das Finden von Antworten auf komplexe Fragestellungen und Innovationsbedarfe der Zukunft. Überschaubare Teams aus Spezialisten und Generalisten sind die Garantie für eine effiziente Arbeitsweise und schnelle Ergebnisse.
Darüber hinaus bietet die ITA über die ITA Akademie Schulungen zu unterschiedlichen Themen an, die im wesentlichen durch Mitgliedsunternehmen initiiert und durch deren Mitarbeitern durchgeführt werden.
Die Profile und Portfolios der ITA-Mitglieder werden auf dem ITA-Portal dargestellt, Kunden können Ihr Unternehmen also gezielt anhand von konkreten Themenstellungen finden.

4. Wie ist die ITA organisiert?

Die ITA als eingetragener Verein wird von einem alle zwei Jahre neu gewählten Vorstand geleitet. Der Vorstand wird durch Ausschüsse unterstützt, die der Koordination, Steuerung und Überwachung der Aktivitäten des Vereins dienen. Als ständige beratende Ausschüsse stehen dem Vorstand das Steering Committee zur Bearbeitung von Grundsatzfragen und das Project Management Committee zur Realisierung von themenbezogenen Aufgaben zur Seite.
Unter dem Dach der ITA sind unterschiedliche Kompetenzgruppen mit jeweils spezifischen Schwerpunkten vereinigt. Die Kompetenzfelder widmen sich beispielsweise Themen aus den Bereichen Forschung & Entwicklung, Digitale Fabrik, Netzwerke und Logistik, Produktion und Lean Management, Lieferanten- und Kundenmanagement.
Das höchste Gremium ist die Vollversammlung aller Mitglieder.

5. Wie kann ich oder mein Unternehmen Mitglied werden?

ITA widmet sich insbesondere Themen aus dem Umfeld der Automobilindustrie.
Eine Mitgliedschaft ist daher interessant für
• Alle Dienstleistungs- und Technologie-Unternehmen mit dem Schwerpunkt Automobilindustrie.
• Logistik Service Provider
• Unternehmen der Automobilindustrie (OEM und Zulieferer)
• Hochschulen / Universitäten / Forschungseinrichtungen
• Verbände und Organisationen, insbesondere der Automobilindustrie.
Dabei kann es sich um Profit- und Non-Profit Organisationen handeln.
Es werden eine ordentliche und eine Gastmitgliedschaft unterschieden.
Der Erwerb der ordentlichen Mitgliedschaft erfolgt durch Antragstellung beim Vorstand. Die Mitgliedsorganisationen geben hierzu die zu ihrer Vertretung stimmberechtigte Person sowie deren Vertreter namentlich an.
Interessierte Unternehmen, die eine Mitgliedschaft im Verein anstreben, können den Status eines Gastmitgliedes erwerben. Zum Erwerb der Gastmitgliedschaft ist ein schriftlicher Antrag an den Vorstand zu stellen. Dieser entscheidet über die Aufnahme als Gastmitglied durch Mehrheitsbeschluss. Die Gastmitgliedschaft endet nach 6 Monaten oder geht in eine ordentliche Mitgliedschaft über.
Die Preise für eine Mitgliedschaft staffeln sich wie folgt:
Die ITA Mitgliedsbeiträge werden bemessen nach dem konsolidierten weltweiten Gesamtumsatz.
Die Mitgliedsbeiträge betragen jährlich:
• Gastmitglieder (max. 6 Monate, wird bei Umwandlung in Vollmitgliedschaft angerechnet)
▪ € 1.000.–
• Ordentliche Mitglieder
▪ Institutionelle Mitglieder (z. B. gemeinnützige Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Automotive Cluster)
o € 1.000.- Unternehmen
o € 2200.– Mindestbetrag für Unternehmen mit einem Umsatz weltweit kleiner als 5 Mio €
o € 3500.– für Unternehmen mit einem Umsatz weltweit gleich oder größer als 5 Mio € aber unter 25 Mio €
o € 5200.– für Unternehmen mit einem Umsatz weltweit gleich oder größer als 25 Mio €

6. ITA Akademie

Im Rahmen der Veranstaltung wurde die neu etablierte ITA Akademie vorgestellt. Diese wird in Kooperation mit der Prof. Binner Akademie Schulungen zu Prozessen, Tools und Standards der Automobilindustrie durchführen. Wie bereits in einer früheren Ausgabe berichtet, hat die ITA ein Trainingsprogramm erstellt, welches Lieferanten unterstützt, die von OEMs immer öfter geforderten GMMOG/LE (Selbst) Assessments zu bewältigen. Dieses Trainingsprogramm enthält eine kurze Einführung in das Qualitätsmanagement und das Auditwesen. Der Hauptteil widmet sich GMMOG/LE welches anschließend an Hand eines Fallbeispiels, in welchem die Teilnehmer (quasi als Auditoren) gemeinsam ein Lieferantenaudit durchführen, angewendet wird. Zur Anwendung bei der Bearbeitung des Fallbeispiels wurde das GMMOG/LE-Template als MITO-Tool umgesetzt. Es basiert auf dem globalen Odette und AIAG Standard und bietet diverse Analyse-, Diagnose-, Umsetzungs- und Bewertungsmethoden. Dabei bildet es einen geschlossenen Regelkreis ab. Damit differenziert es sich sehr deutlich von den bisher verfügbaren Tools. Hervorragend geeignet ist es u.a. zur Lieferanten-qualifizierung, für Audits, zum Qualitätsmanagement sowie zur Bewertung des Reifegrads einer Organisation im BPM (Business Process Maturity Model).